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Informationen zur DSGVO

Abwasserbeseitigungskonzept 2013 des ZV WALO in der Teilüberarbeitung 2016

Umsetzungsprogramm 2016 – 2045

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Gemäß § 58a des Thüringer Wassergesetzes (ThürWG) muss der ZV WALO für sein Verbandsgebiet im Rahmen eines Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) schriftlich darstellen, wie das anfallende Abwasser beseitigt wird bzw. werden soll. Die Aufstellung eines ABK erfolgt mit Beteiligung der Wasserbehörden und muss die wasserrechtlichen Vorgaben (u.a. die Forderung nach dem Stand der Technik) erfüllen. Eine Fortschreibung des ABK erfolgt alle sechs Jahre und bei wesentlichen Änderungen der bisher vorgesehenen Abwasserbeseitigung. Das ABK 2013 des ZV WALO wurde in seiner Teilüberarbeitung 2016 (ABK 2013 TÜ 2016) am 17.05.2016 durch die Bürgermeister des ZV WALO beschlossen und hatte zum Ziel, die Voraussetzung für mögliche Fördermittelgewährungen durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) zu schaffen und einen zeitgemäßen Leitfaden für eine konsistente Planung der weiteren Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet des ZV WALO zu erstellen. Zahlreiche Varianten zur Abwasserentsorgung für die Ortschaften des Verbandsgebietes wurden einer volkswirtschaftlichen Bewertung unterzogen, wobei gemäß der aktuellen Vorgaben durch das TMUEN nur die Konzeptvarianten mit den höchsten Nutzwertkosten als maßgebend zu betrachten und umzusetzen sind. Die zeitliche Einordnung soll sich an der Dringlichkeit zur Umsetzung orientieren. Dabei wurde durch den ZV WALO folgende Rangfolge für die zentrale Abwasserentsorgung vorgesehen:

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  1. Umsetzung der bestehenden Sanierungsanordnungen durch die Wasserbehörden
  2. Umsetzung von Maßnahmen mit EG-Wasserrahmenrichtlinie-Relevanz und/oder für Orte > 500 Einwohner (E) je nach Kostenwirksamkeit bei der Phosphat-Elimination und ökologischem Zustand im Gewässer
  3. Umsetzung von Maßnahmen zur biologischen Abwasserbehandlung der verbleibenden Orte ab 50 E bis 500 E je nach Reihenfolge in einem „Demografiecheck“

Davon ausgenommen sind Weiler/Splittersiedlungen, sonstige Direkteinleiter und die Ortschaften, bei denen sich eine zentrale Abwasserentsorgung als nicht wirtschaftlich darstellte. Für diese Orte wird in Abstimmung mit den Unteren Wasserbehörden eine dauerhaft dezentrale Abwasserbeseitigung (d.d.A.) über vollbiologische Kleinkläranlagen (KKA) angeordnet. Ausgehend von einem biologischen Behandlungsgrad von ca. 48 % der Einwohner des ZV WALO (44 % Anschlussgrad an eine zentrale Abwasserbehandlung + ca. 4 % vollbiologische KKA im Jahr 2013) wurde ein Zeitraum von 30 Jahren beginnend ab 2016 mit den Wasserbehörden vereinbart, um sämtliche Einzelkonzepte finanziell verwirklichen zu können. D.h. der Stand der Technik im Einzugsgebiet kann im Jahr 2045 erreicht werden (86 % Anschlussgrad zentral + 14 % vollbiologische KKA). Das Umsetzungsprogramm umfasst ein Gesamtvolumen von 40,6 Mio. € für Neuinvestitionen bis 2045 und kann dem nebenstehenden Dokument entnommen werden.

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